Wir sind ein Bund von Getränkeherstellern, Handels-, Verpackungs- und Recyclingunternehmen. Wir setzen uns für leistungsfähige Kreislaufsysteme, hohe Rückgabe- und Recyclingquoten sowie eine diskriminierungsfreie Verpackungsvielfalt bei Getränken ein. Wir arbeiten dabei mit den Verbänden des Handels, der Ernährungswirtschaft und der Verpackungsindustrie zusammen, sind aber eine eigenständige Organisation in der Rechtsform einer GbR.
Unsere Mitglieder arbeiten daran, Materialeinsatz, Rücknahme, Sortierung und Recycling von EinWeg mit Pfand kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der möglichst hochwertigen Rückführung der eingesetzten Materialien in den Wertstoffkreislauf. Für immer mehr Verbraucher bieten Einweggetränkeverpackungen klare Vorteile und deshalb sind sie beliebt. Sie sind inzwischen die meist genutzte Darreichungsform für alkoholfreie Getränke. Der Anteil von EinWeg mit Pfand ist in vielen Getränkesegmenten gestiegen. Gleichzeitig haben sich einzelne für die ökologische Bewertung* relevante Faktoren weiterentwickelt – etwa Materialeinsatz, Rezyklatanteile sowie Rückgabe- und Recyclingquoten. Eine erhöhte Recyclingquote, kurze Transportwege und Produktinnovationen (Gewichtsreduktion) von EinWeg mit Pfand trägt durch einen effizienten Wertstoffkreislauf aktiv zum Klima- und Umweltschutz bei. Das etablierte DPG Pfandsystem sorgt für hohe Rückgabequoten und eine weitgehend sortenreine Erfassung von PET-Flaschen und Getränkedosen. Studien zeigen, dass die Pfandpflicht das Littering bepfandeter Einweggetränkeverpackungen deutlich reduziert hat. Die zurückgegebenen Materialien können anschließend hochwertig recycelt und erneut als Sekundärrohstoffe eingesetzt werden. Wir wollen über diese Entwicklung sachlich und objektiv informieren und dafür sorgen, dass EinWeg mit Pfand nicht ungerechtfertigt diskriminiert wird.
Quellen: Umweltbundesamt/bifa, Evaluierung der Pfandpflicht, 2010; PwC, Mehrweg- und Recyclingsysteme für Getränkeverpackungen aus Nachhaltigkeitssicht, 2011; Umweltbundesamt, Untersuchung der ökologischen Bedeutung von Einweggetränkebechern, 2019.
Eine gesonderte Kennzeichnung von Einweg- und Mehrwegverpackungen kann einen Beitrag für mehr Transparenz beim Verbraucher sein. Deswegen haben Getränkeindustrie und Handel eine Initiative zur freiwilligen zusätzlichen Kennzeichnung auf den Weg gebracht. Über 40 Unternehmen beteiligten sich bereits zum Start im Juni 2016 an der Initiative. Damit konnten ca. 84 Prozent des Marktvolumens an bepfandeten EinWeg mit Pfand Getränkeverpackungen abgedeckt werden. Tendenz steigend. Die Teilnehmer verpflichten sich die zusätzlichen Informationen „Einweg“, „Pfand“ sowie die Pfandhöhe von 0,25 Euro anzubringen.
EinWeg mit Pfand ist ein Vorzeigebeispiel für eine gelungene und „wirkliche“ Produktverantwortung durch einen Wertstoffkreislauf, welcher wechselseitig auf Herstellungsprozess und Abfallbehandlung einwirkt. Nur durch eine Weiterentwicklung des Wertstoffkreislaufs bishin zur Schließung des Kreislaufs können Ressourcen geschont und Energie vermieden werden.
Dafür gibt es keinen Grund. Die Verpackungen sind beim Verbraucher beliebt, weil sie leicht, stabil, sicher und hygienisch sind. Die Verpackungen sind bei vielen Verbrauchern beliebt, weil sie leicht, stabil, sicher und hygienisch sind. Gleichzeitig wurden Materialeinsatz, Rücknahme und Verwertung in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Bei bepfandeten Einweggetränkeverpackungen werden sehr hohe Rückgabe- und Recyclingquoten erreicht. Diese Entwicklungen sollten bei der regulatorischen Bewertung von Getränkeverpackungen berücksichtigt werden. Diese Entwicklung und die gestiegene Nachfrage der Verbraucher dürfen nicht bestraft werden.
Die ökologische Bewertung von Getränkeverpackungen hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Materialeinsatz, Rezyklatanteil, Transportwege, Rückgabe- und Recyclingquoten sowie bei Mehrwegverpackungen die Zahl der Umläufe und die Transportstruktur.
EinWeg mit Pfand erreicht in Deutschland sehr hohe Rückgabe- und Recyclingquoten. PET-Einwegflaschen und Getränkedosen weisen zudem aufgrund ihres geringen Gewichts spezifische Vorteile beim Transport auf. Der BGVZ setzt sich deshalb dafür ein, unterschiedliche Getränkeverpackungssysteme auf Grundlage aktueller und wissenschaftlich belastbarer Ökobilanzen zu bewerten.
Die Einwegpfandpflicht hat möglicherweise anders gewirkt als beabsichtigt. Statt dem Mehrweg-System zu einer Renaissance zu verhelfen, wirkte die einheitliche Pfand- und Rückgabepflicht als Impuls für ein funktionierendes Kreislaufsystem.
Pfandsysteme können aber nur erfolgreich sein, wenn die Akzeptanz beim Verbraucher hoch ist. Dazu tragen insbesondere Transparenz und Einheitlichkeit bei. Dies gelingt nur, wenn Industrie und Einzelhandel gemeinsame Standards definieren und sich auf einheitliche Verfahren einigen.
Wir wenden uns an die Politik, damit neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Umwelt- und Verbraucherfreundlichkeit von EinWeg mit Pfand bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden und EinWeg mit Pfand Getränkeverpackungen nicht mehr ungerechtfertigt diskriminiert werden.
Wir wenden uns an Medien, um daran mitzuwirken, dass die öffentliche Darstellung sachlich und objektiv erfolgt, die Vor- und Nachteile aller Verpackungsarten nicht ideologisch verzerrt, sondern nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft erfolgen.
Wir wenden uns an Umweltschutz- und Verbraucherverbände, um deren zum Teil aus längst überholten Erkenntnissen resultierende Skepsis gegenüber EinWeg mit Pfand mit sachlichen Argumenten abzubauen.
Wir wenden uns an Fachleute in Industrie, Wissenschaft und Behörden, um mit ihnen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auszutauschen und zu bewerten.
Wir wenden uns an Verbände des Handels, der Ernährungswirtschaft und der Verpackungsindustrie, um mit den Akteuren dort für eine diskriminierungsfreie Bewertung und Verwendung für EinWeg mit Pfand zu werben.
Wir wenden uns an die Verbraucher, um sie über die Vorteile von EinWeg mit Pfand faktenbasiert zu informieren.
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Spitzenverband der deutschen Ernährungsindustrie. Seit mehr als 65 Jahren vertritt sie die branchenübergreifenden Interessen der Lebensmittelhersteller gegenüber Politik, Verwaltung, Medien, Gesellschaft und Marktpartnern - weltweit.
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Das Deutsche Verpackungsinstitut dvi unterstützt als Netzwerk der Verpackungsindustrie den Know-how-Transfer und fördert den Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Partnern. Seine Mitglieder kommen aus allen Stufen der Wertschöpfungskette. Das dvi ist Plattform für Informationen, Einblicke, Impulse und Austausch zum Thema Verpackung.
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